Die Digitalisierung wird Arbeit stark verändern – davon zumindest gehen wir alle aus. Das gilt besonders stark auch für Arbeit in der Montage. Ob der intelligente Handschuh oder die smarte Brille, ob zweiarmige Roboter oder Leichtbaurobotik: technisch sind aktuell viele Ansätze denkbar, die besonders in der Montage völlig neue Arbeitssysteme möglich machen. Wohin dabei die Reise geht ist aber nicht ausgemacht – insbesondere nicht im Kontext von Industrie 4.0.

  • Werden viele Montage-Arbeitsplätze wegfallen und durch technische Lösungen ersetzt werden?
  • Werden Arbeitssysteme so gestaltet, dass die übrig bleibenden Beschäftigten nur noch von der Technik gesteuert werden?
  • Oder werden qualifiziertere Arbeitsplätze entstehen?

Wer dazu eine Meinung entwickeln will, darf sich nicht nur mit den neuen Optionen der Technik beschäftigen, sondern muss Montage-Arbeit verstehen.

Diese Seite gibt einen Überblick über zentrale Forschungsergebnisse zu Montage-Arbeit in der Automobilindustrie und im Maschinenbau. Auch wenn diese Forschung schon einige Jahre zurück liegt: der Einblick in Montage-Arbeit ist vor dem Hintergrund Industrie 4.0 aktueller denn je – denn sie zeigt, dass Montage alles andere als reine Routine-Arbeit ist.

Montage und Wissensarbeit

Warum Montage auch Wissensarbeit ist und auch hier die Unterscheidung zwischen Kopfarbeit und Handarbeit keinen Sinn macht. Warum wir bei den üblichen Vorstellungen von Arbeit das Potenzial von Erfahrung meist übersehen. Warum es zu kurz greift, Montage als einfache Arbeit einzuordnen. Und warum Erfahrung gerade in ganzheitlichen Produktionssystemen besonders wichtig ist… mehr lesen

Erfahrung in der Montage

Hier finden sich die Forschungsergebnisse, die zeigen wie wichtig Erfahrung nicht nur für die eigentliche Montagetätigkeit und im Umgang mit Störungen ist, sondern auch für das ganze Drumherum: für die Gruppenarbeit, für den Umgang mit Material, für die Sicherung der Qualität und für die weitere Optimierung sowie das Lernen am Arbeitsplatz…
mehr lesen